Krypto-Regulierung „wie aus einer Hand“ – SEC und CFTC stimmen Vorgehen ab

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Gary Gensler, der Chef der amerikanischen Börsenaufsicht SEC, befindet sich zurzeit in Gesprächen mit der amerikanischen Handelsaufsicht CFTC, um eine gemeinsame Strategie zur Regulierung der Kryptobranche abzustimmen. Die beiden für den Kryptomarkt federführenden Behörden können nach Ansicht von Gensler durch eine enge Kooperation für mehr Marktintegrität sorgen. Dahingehend hat der SEC-Chef am Donnerstag gegenüber der Financial Times ausgeführt: „Ich möchte den Krypto-Handel wie aus einer Hand regulieren, egal um welche Kryptowährung es geht. Egal, ob es sich dabei um Wertpapier-Tokens oder Commodity-Tokens handelt.“

Die Kooperationsbestrebungen von Gensler kommen zu einem Zeitpunkt, an dem immer mehr Regulierungsbemühungen für die Kryptobranche angeschoben werden. So wurde in den USA erst im April der Digital Commodity Exchange Act eingeführt, im Juni folgte dann der Responsible Financial Innovation Act, die jeweils der CFCT mehr Handhabe über den Kryptomarkt gegeben haben.

Debbie Stabenow, die dem parlamentarischen Ausschuss vorsitzt, der wiederum für die Beaufsichtigung der CFTC zuständig ist, hat derweil zusammen mit ihrem Parlamentskollegen John Boozman einen Krypto-Gesetzentwurf erarbeitet, der ebenfalls die Wirkungsmacht der CFTC im Bezug auf Kryptowährungen ausweiten soll. Interessanterweise sieht ausgerechnet SEC-Chef Genlser, der von 2009 bis 2013 selbst Chef der CFTC war, einen derartigen Machtausbau jedoch skeptisch.

Bisher hat die US-Börsenaufsicht das Heft des Handelns bei der Krypto-Regulierung in die Hand genommen, was in der Kryptobranche und bei einigen Politikern allerdings kritisch beäugt wird, da die SEC unter Gensler allen voran auf Regulierung durch Strafverfolgung setzt. Branchenköpfe fordern hingegen, dass es vielmehr klare Regulierungsbestimmungen und Richtlinien braucht, auch SEC-Kommissarin spricht sich immer wieder für diese Variante aus.

Doch bei der Regulierung der Kryptobranche geht es scheinbar nicht ausschließlich um Anlegerschutz und Marktintegrität, denn wie die Financial Times anmerkt, weist der Analysedienst Elliptic darauf hin, dass die amerikanischen Aufsichtsbehörden bereits 3,35 Mrd. US-Dollar an Strafzahlungen durch das Vorgehen gegen Krypto-Unternehmen eingenommen haben.

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