Twitter-Vorstand empfiehlt Aktionären die Übernahme durch Elon Musk

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Der Vorstand des sozialen Netzwerks Twitter hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Aktionäre einer Übernahme durch den umstrittenen Unternehmer Elon Musk zustimmen.

Der Twitter-Vorstand hatte Ende April bereits ein Angebot von 44 Mrd. US-Dollar zu einem Preis von 54,20 US-Dollar je Aktie angenommen, die Zustimmung der Aktionäre ist jetzt die letzte Hürde, um den öffentlichkeitswirksamen Deal unter Dach und Fach zu bringen.

Laut offiziellen Dokumenten der amerikanischen Börsenaufsicht SEC vom 21. Juni hat sich der Vorstand des sozialen Netzwerks einstimmig dafür ausgesprochen, dass „die Übernahme zu empfehlen“ ist und dass die Aktionäre diese dementsprechend bejahen sollten.

Wie aus den Unterlagen zudem hervorgeht, soll im Rahmen einer virtuellen Konferenz, deren Veranstaltungsdatum noch nicht terminiert ist, final entschieden werden. Die Frist für die Übernahme läuft am 24. Oktober aus.

Falls dem Kauf zugestimmt wird, erhält jeder Aktionär 54,20 US-Dollar pro Aktie. Bei Redaktionsschluss liegt der Kurswert von TWTR derweil auf mageren 38,91 US-Dollar, was bedeuten würde, dass jeder Aktieninhaber einen Gewinn von knapp 39 % machen würde. Rein aus finanzieller Sicht für die Shareholder also ein gutes Geschäft.

Dabei standen hinter dem Deal zuletzt massive Fragezeichen, denn Anfang des Monats hat Musk den Twitter-Vorstand dafür kritisiert, dass dieser keine glaubwürdigen Daten über die Anzahl an Fake-Nutzern in dem sozialen Netzwerk vorlegt. Falls ihm nicht die wahrheitsgemäßen Zahlen präsentiert würden, drohte Musk den Deal platzen zu lassen.

Inzwischen hat der Vorstand die betreffenden Daten jedoch mit Musk geteilt und der Streitpunkt konnte beigelegt werden. Einige Beobachter vermuten, dass dieser Schritt des Tesla-Chefs eigentlich nur der Versuch war, das Geschäft doch nicht vollziehen zu müssen, denn seit dessen erstem Angebot ist der Aktienkurs der Social-Media-Plattform beträchtlich gefallen (siehe oben).

Nichtsdestotrotz steht die Übernahme nun wohl unmittelbar bevor, denn am 16. Juni hat sich Musk in einer internen Fragerunde erstmals mit seinen neuen Mitarbeitern besprochen und seine Zukunftspläne für das soziale Netzwerk verraten.

Ein wichtiges Thema dabei waren Bots und Fake-Accounts, denen der neue Twitter-Chef in spe mit einer Bezahlfunktion für die Verifizierung von Accounts entgegenwirken will.

Besonders auch, weil es „ziemlich viele Krypto-Betrugsprojekte auf Twitter“ gibt, will Musk dafür sorgen, dass die Community zukünftig klar zwischen echten Nutzern und Betrügern bzw. Bots unterscheiden kann.

An letzterem Thema hat der Unternehmer durchaus ein Eigeninteresse, denn der Fürsprecher der Scherz-Kryptowährung Dogecoin (DOGE) wurde zuletzt in einem Fake-Video als Werbegesicht für ein betrügerisches Krypto-Projekt missbraucht.

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